Gründung der Gruppe


Wudelen gab es in Tramin bis ins 15. Jahrhundert zurück immer schon. Dass sich aus einer Fasnachtsfigur aber eine regelrechte Gruppe entwickelte, ist aus der Geschichte der letzten 50 Jahre nachzuvollziehen. Als unumstrittener Gründer der Traminer Schnappviecher gilt Fischer Fritz. Bis zu seinem Tod am 06. Jänner 1997 führte er die Gruppe an. Er und einige andere „Betlehemer“ (eines der ältesten Dorfviertel Tramins) ließen in den 60er Jahren, nach faschistischer Unterdrückung, den uralten Brauch des „Wudelegehens“ wiederaufleben. Mit viel Begeisterung und Ideenreichtum wurde ein Schnappviech nach dem anderen entworfen und gebaut. Mit jedem neuen Viech wurde die Gruppe größer. Bereits beim Egetmann-Umzug im Jahre 1969 war eine beachtliche Schnappviechgruppe mit dabei. Noch heute sind einige Traminer der Anfangsjahre bei der aktiven Gruppe dabei und wissen es den Jungen Wudelen mit viel Begeisterung zu schildern, wie Stolz sie damals als Junge waren, als sie das erste Mal mitgehen durften.
Fischer Fritz, der „Wudele-Tata“, wie ihn die Traminer liebevoll nannten, entwarf die meisten Schnappviecher selbst, viele von diesen Viechern gehören heute noch zu den schönsten, einzigartigsten und phantasievollsten der Gruppe.

Heute leiten seine beiden Schwiegersöhne und Enkel die Gruppe der Schnappviecher. Ganz im Sinne Fritz’s werden die Wudelen jedes Jahr aufs Neue losgelassen – jedes Jahr aufs Neue macht sich eine Kameradschaft auf die Traminer Gassen und Viertel unsicher zu machen, die Winterdämonen zu vertreiben und in lustiger Gesellschaft diese ausgelassene Zeit zu feiern.